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Thema: Alkohol als Treibstoff

Alkohol als Treibstoff

Alkohol kann man nicht nur trinken, es dient auch gut als Treibstoff für Motoren. In Beijing zum Beispiel fahren schon 5 Busse, die mit Methanol und Ethanol angetrieben werden. Alkohol hat viele Vorteile im Vergleich zu Benzin, denn es ist umweltfreundlicher, preisgünstiger und leistungsstärker. Der Umbau eines Motors auf Alkoholbetrieb ist nicht teuer.

Ethanol und Methanol werden deswegen zu etwa 3 Vol% dem Benzin beigemischt und dadurch werden die Motoren noch leistungsfähiger, die Treibstoffe verbrennen besser und werden klopffester. Diese Vorteile sind alle damit verbunden, dass Alkohole Radikalfänger ("Scavenger") sind. Dadurch wird auch klar warum Alkohole russfrei verbrennen: Sie erlauben einfach keine so genannten russbildenden Crackprozesse, die eben auf Radikalbildung zurückgehen.

Alkohole werden teilweise auch schon als reine Treibstoffe verwendet. Ihre Verbrennungswärme ist zwar nicht so hoch wie die von Kohlenwasserstoffen, aber sie verbrennen bemerkenswert russfrei.

Was braucht man für Bioalkohol?

Hauptsächlich werden, wie in Brasilien, Zuckerrohrabfälle verwendet, aber es wird auch über eine Herstellung von Alkohol aus Kartoffeln diskutiert. Damit will man die Überschüsse in Europa abbauen. Aber die Idee von der Verwendung von Kartoffeln ist nicht sehr gewinnbringend, denn aus einer Tonne Kartoffeln lassen sich gerade mal 100 l Ethanol gewinnen. Außerdem ist die Energiebilanz für die biotechnologische Gewinnung von Ethanol durch alkoholische Gärung bei Verwendung von Kartoffeln negativ.
Wie wird Bioalkohol hergestellt?

Zunächst werden die Kartoffeln gepflanzt. Es sind aber keine einfachen Kartoffeln, es sind Kartoffeln die auf besonders hohen Stärkegehalt gezüchteten werden. Noch dazu muss man die Kartoffeln düngen und einer Behandlung mit Pestiziden, wie  z. B. gegen Kartoffelfäule oder den Kartoffelkäfer, unterziehen. Nach einiger Zeit werden die Kartoffeln geerntet und gewaschen. Dann werden die Kartoffeln zu Kartoffelbrei (Vormaische) verarbeitet, indem man sie mit heißem und unter hohem Druck stehenden Wasserdampf behandelt. Daraufhin wird diesem Brei noch das Enzym Diastase zugefügt.

Nach Zugabe der Hefe zur Maische setzt dann die alkoholische Gärung ein. Das Gemisch muss dann 72 Stunden lang in mächtigen Gärbottichen unter Wärmezufuhr gären, denn dann haben sich Ethanol und Kohlenstoffdioxid gebildet. Die Gärung hört oberhalb von etwa 10 Vol% Ethanol auf, da sich die Hefen selbst vergiften.
Destillation von Alkohol um Treibstoff zu gewinnen

Alkohol kann also durch anaerobe Vergärung (unter Luftabschluss) und der Zuführung von Wärme gewonnen werden. Aus Biomasse kann dadurch Alkohol gewonnen werden. der so entstehende Alkohol muss durch Destillation gereinigt werden. Diese Methode hat den Vorteile, dass die schädlichen Abfallstoffe in den Rückständen der Destillation zurückbleiben und somit nicht in den Treibstoff gelangen. Die für den Herstellungsprozess benötigte Energie muss natürlich wieder vom Energiegehalt des Alkohols abgezogen werden.

Die vergorene Maische muss nun in etwa 10 m hohen Destillationstürmen destilliert werden, um letztendlich reines Ethanol zu erhalten. In jedem dieser Türme sind mehrere so genannte Glockenböden, wie sie aus der Erdöldestillation bekannt sind. So ein Verfahren wird als eine fraktionierte Kolonnendestillation bezeichnet. Auf diese Weise erreicht man schließlich einen Ethanolgehalt von ca. 85 Vol%. Eine weitere Erhöhung des Alkoholgehaltes durch Destillation wäre zu teuer, weil zu energieaufwendig.

Die Frage ist jetzt wie man aus einem verwässerten Ethanol einen Benzinzusatz machen soll. Das erste Problem ist bereits, dass man durch einfache Destillation das Wasser nicht entfernen kann. Man erhält immer nur maximal 96%igen Ethanol, den man aber immer noch nicht als Treibstoff verwenden kann. Man löst dieses Problem indem man das Ethanol/Wasser-Gemisch wird mit Toluol versetzt und dieses Gemisch dann destilliert. So wird das Wasser durch das Toluol  mit einem Teil des Alkohols entfernt. Das Gemisch das jetzt noch vorhanden ist besteht aus Ethanol und eben Toluol. Dieses Gemisch wird nun als ein klopffester Zusatz zum Benzin verwendet und das ist der eigentliche Bioalkohol.

Ein neues Problem ist aber der Rückstand der Gärung, die Schlempe, denn bei der Produktion von 100 l Ethanol fallen 800 l dieser Schlempe an. Aber auch dieses Problem wird gelöst, da die Schlempe ein gutes Viehfutter ist.

Diese Form der Energieproduktion ist erneuerbar, individuell mit allen tierischen und pflanzlichen Reststoffen zu betreiben und CO2-neutral. Sie birgt also sehr gute Perspektiven für die Zukunft.

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Re: Alkohol als Treibstoff

www.focus.de/wissen/wissenschaft/klima/tid-6666/biokraftstoffe_aid_64512.html
26. 6. 07
Biokraftstoffe
Tödlicher Sprit
Mafiöse Banden, abgeholzte Regenwälder und Hungersnöte – die Produktion des Bioethanol, das in Zukunft Autos antreiben wird, hat viele dunkle Seiten.

Von Michael Odenwald

Innocence Dias starb einen grausamen Tod. Die Mörder schnitten ihm die Kehle durch, und er hatte sieben Messerstiche im Körper. Sein Fehler war, dass er sein Land nicht an eine Gruppe von Paramilitärs verkaufen wollte, die eines Tages in seinem Dorf Llano Rico im kolumbianischen Departement Antioquia auftauchte. Nach dem Mord gab Dias` Familie auf und floh. Heute wachsen auf dem Land der Vertriebenen Ölpalmen der Biokraftstoff-Firma Urapalma, mit der die Paramilitärs zusammengearbeitet haben. "Dias starb, weil die Welt ökologisiert wird", kommentierte die britische "Sunday Times", die Anfang Juni ausführlich über das Verbrechen und seine Hintergründe berichtete.

Flüchtlinge im eigenen Land

Verbrechen wie dieses haben in Kolumbien System. Dahinter stecken Großgrundbesitzer und eben die Biokraftstoff-Hersteller. Sie kaufen jedes verfügbare Land, um darauf Ölpalmen anzubauen. Vor vier Jahren nahmen Ölpalmenplantagen in dem südamerikanischen Land 172 000 Hektar ein, bis Ende 2007 werden sie sich nach Regierungsangaben auf 400 000 Hektar ausgedehnt haben. Angeheizt wird der Boom durch den riesigen Bedarf an Biokraftstoffen in den USA und Europa. Den Lieferanten winken riesige Profite. Für die Kleinbauern hat er jedoch verheerende Folgen. Zehntausende wurden wie die Familie Dias von ihrem Besitz vertrieben und zu Flüchtlingen im eigenen Land.

Die dunkle Seite der Zukunftsenergie
Damit wird die dunkle Seite einer Technologie sichtbar, die doch eigentlich eine helle Energiezukunft verspricht.

Energiepflanzen wachsen dauerhaft nach, und bei nachhaltigem Anbau sind sie CO2-neutral, denn bei ihrer Verbrennung wird nur so viel von dem Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) frei, wie die Pflanzen vorher aus der Luft aufgenommen haben. Werden fossile Kraftstoffe verbrannt, gelangt hingegen zusätzliches CO2 in die Atmosphäre.

Biokraftstoffe reduzieren zudem die Abhängigkeit vom Öl, das meist aus politisch instabilen Regionen stammt und überdies zunehmend knapp wird. Deshalb setzen die Regierungen der Industriestaaten auf die aus Pflanzen gewonnene Energie. Weltweit schreiben bereits 30 Länder vor, Mineralölprodukte mit Biosprit zu strecken. In Deutschland sind ab 2007 bei Benzin zwei Prozent Beimischung Pflicht, bei Diesel 4,4 Prozent. Bis 2012 will die EU den Bio-Anteil bei allen Kraftstoffen auf 5,75 erhöhen.

Auch die USA schwenken auf den grünen Kurs ein. Der Verbrauch von fossilem Öl, verkündete Präsident George W. Bush im Januar, solle sich in den nächsten zehn Jahren um 20 Prozent reduzieren. Dazu fährt das Land die Produktion vor allem von Bioethanol hoch. Derzeit erzeugen 100 Firmen mehr als 18 Milliarden Liter davon. Dazu nutzen sie 20 Prozent der US-Maisernte, 2008 sollen es schon 25 Prozent sein. Deshalb kommen praktisch im Wochenrhythmus neue Produktionsstätten hinzu. Bis 2030 sollen die Produktionskapazitäten für 227 Milliarden Liter reichen.

Der Ausbau der grünen Energie

Das Potenzial an Biomasse ist gewaltig. Theoretisch könnte sie den Weltenergiebedarf je nach Effizienz der Nutzung zehn- bis 20-mal decken. Wie die Umweltorganisation WWF errechnete, ließen sich in den Industrieländern bis 2020 etwa 100 Millionen Haushalte mit Biomasse-Strom versorgen. Ihr CO2-Ausstoß würde dabei um eine Milliarde Tonnen jährlich sinken.

In Deutschland, so ermittelte das Darmstädter Öko-Institut, könnten Pflanzen bis 2030 rund 16 Prozent des Stroms, zehn Prozent der Wärme und 15 Prozent der Kraftstoffe für Autos liefern. Der Ausbau der grünen Energie verspreche zudem 200 000 neue Jobs meist im ländlichen Raum. Bauern, die künftig als Energiewirte firmieren, winken steigende Erlöse. In der Dritten Welt holen die Brennstoffe vom Acker zahllose Farmer zurück ins Geschäft, die auf dem Weltmarkt, der von subventionierten EU- und US-Produkten überschwemmt wird, nicht mehr mithalten konnten, ihre Felder verließen und in städtische Slums flüchteten. "In Afrika kommt wieder Land unter den Pflug, weil die Nachfrage nach Biokraftstoffen wächst", konstatiert Peter Schrum, Präsident des Bundesverbands Biogene Kraftstoffe (BBK). "Zugleich werden Lebensmittel produziert. Dies ist die effektivste Entwicklungshilfe."

Soja aus Südamerika, Mais aus Weißrussland

Heute tanken deutsche Fahrzeuge vier Millionen Tonnen Rapsdiesel. Das sind 14 Prozent des Diesel-Gesamtverbrauchs von knapp 29 Millionen Tonnen (Benzin: 25 Millionen Tonnen; Zahlen von 2005). Von einer Selbstversorgung ist die Bundesrepublik damit weit entfernt. "Im günstigsten Fall", sagt BBK-Chef Schrum, "lassen sich beim Diesel 30 Prozent ersetzen und beim Benzin 20 Prozent." Nach Angaben der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe wäre bis 2020 der Anbau auf etwa 3,5 Milliarden Hektar möglich. Das ist fast ein Drittel der deutschen Ackerfläche. Sie könnten durch verbesserte Herstellungsmethoden ohne Konflikt mit der Lebensmittelproduktion 11 Millionen Tonnen Biokraftstoff liefern.

Darüber hinaus gehende Quantitäten müssten importiert werden. Als mögliche Erzeugerländer nennt Schrum die Ukraine und Weißrussland: "Die Ukraine hat sechsmal so viel Ackerland wie Deutschland. Sie könnte sich komplett selbst versorgen und hätte dann immer noch Überschüsse. Die Hälfte davon könnte unsere Lücken bei Diesel und Ethanol füllen." Dazu müsse noch Soja aus Südamerika kommen.
Die Branche im Goldrausch


Diese Entwicklung versetzt die Branche in einen Goldrausch. Im März trafen sich ihre Vertreter zum Kongress "Worldbiofuelmarkets" in Brüssel.


Im Jahr 2020, rechneten Experten dort vor, werde es weltweit mehr Biokraftstoff geben als Öl aus Saudi-Arabien. Entsprechend fließen viele Milliarden Dollar in den neuen Markt. Davon wollen auch die US-Farmer profitieren. Viele schwenken um auf Maisanbau zu Lasten anderer Kulturen wie Soja, Weizen und Baumwolle. Im traditionellen Weizenstaat Kansas etwa übersteigt die Maisproduktion die des Brotgetreides bereits um 23 Prozent. Für Sojaöl als Rohstoff für Biodiesel erwarten Experten indes bald einen ähnlichen Höhenflug. Dann, fürchten Umweltschützer, reiche die Anbaufläche nicht mehr aus, um die Nation gleichzeitig zu ernähren und mobil zu halten. Deshalb könnten Naturreservate unter den Pflug kommen.

Keine Agaven für Schnaps

Für viele Länder wandelt sich der mögliche Segen jedoch zum Fluch. In Mexiko gab es im Frühjahr Proteste gegen den Preisanstieg bei Mais und damit beim Grundnahrungsmittel Tortilla. Weil die USA riesige Mengen an Mais in die Produktion von Ethanol umlenkten, verteuerten sich für den südlichen Nachbarn die Importe. Einheimische Bauern konnten nicht in die Bresche springen: Die vormals billigen US-Einfuhren hatten viele von ihnen zur Aufgabe gezwungen.

Mittlerweile schlagen auch die Tequilaproduzenten Alarm: Das Angebot an Blauen Agaven, die den Grundstoff für den Schnaps liefern, ist um 35 Prozent gesunken, weil viele Bauern vom Agavenanbau auf Mais umstellen. In Nord- und Ostbrasilien breiten sich die Zuckerrohrplantagen für die Ethanolproduktion immer weiter aus. Wie in Kolumbien werden Kleinbauern verdrängt und müssen sich in sklavenähnlichen Arbeitsverhältnissen bei den Biosprit-Herstellern verdingen. Das Land erzeugt heute 21 Milliarden Liter Bioethanol pro Jahr aus Zuckerrohr. 2010 sollen es 30 Milliarden Liter sein. Dem Zuckerrohr muss Regenwald weichen, und auch das Pantanal ist bedroht. Bis 2050, fürchten Naturschützer, könnte dieses größte Feuchtgebiet der Welt verschwunden sein.

Keine Braugerste, kein Bier

Auch Deutschlands Biertrinker könnten bald unter dem neuen Goldrausch leiden. Denn es fehlt an Braugerste. Brauereien ohne ausreichende Vorräte drohen daher Produktionsengpässe. Ursache ist neben einer schlechten Ernte ein Rückgang der Anbaufläche. "Dies begann durch den sinkenden Bierkonsum", erklärt Kai Schürholt, Sprecher des Deutschen Brauerbundes. "Neuerdings gibt es jedoch eine Flächenkonkurrenz durch die Bioenergiebranche. Dadurch verringert sich der Braugerste-Anbau weiter, und die Bierpreise könnten steigen."Auch die deutsche Ernährungsindustrie sorgt sich um ihre Rohstoffe. Sie begrüße zwar den Ausbau der Bioenergien, doch um eine Beeinträchtigung der heimischen Nahrungsmittelproduktion zu vermeiden, dürfe sie der Staat nicht unangemessen fördern, verlautbarte jüngst ihre Bundesvereinigung.

Steigende Lebensmittelpreise und Hungerkatastrophen

Selbst in den USA steigen durch den Biosprit-Boom die Lebensmittelpreise. Bei Mais verdoppelten sie sich bereits, was in der Fleischproduktion die Kosten treibt. Raps- und Sojaöl legten bereits im vergangenen Jahr kräftig zu, und auch Alkohol als Rohstoff – unter anderem für Spirituosen – verteuerte sich weltweit um 25 Prozent.

Weil Agrarprodukte künftig im Lande bleiben, glauben Fachleute, gehe auch die Rolle der USA als globale Kornkammer verloren, was unter anderem die Nothilfe für Hungergebiete beeinträchtige. "Amerikas Farmer ernähren nicht länger die Welt", klagt Ken Cook von der Environmental Working Group in Washington. "Stattdessen ernähren sie Geländewagen." Weltweit, warnte soeben der bekannte Soziologe und frühere Schweizer Parlamentsabgeordnete Jean Ziegler, könne der Schwenk zu den Energiepflanzen zu 100 000 Hungertoten führen.

Biosprit zerstört Regenwald
Die Klimaneutralität des Biosprits entpuppt sich zunehmend als Mär.

In Malaysia und mehr noch in Indonesien werden riesige Regenwaldflächen zerstört, um Raum für Ölpalmen zu schaffen. Sie sind die ergiebigsten Energiepflanzen der Welt und bringen mit bis zu sieben Tonnen Öl pro Hektar und Jahr etwa zehnmal so viel Ertrag wie Soja. "Die Industrie entdeckt das Geschäft mit dem Palmöl, doch dieser Boom vernichtet tropische Wälder", klagt Reinhard Behrend, Leiter der Hamburger Umweltorganisation Rettet den Regenwald (RdR). Betroffen sind vor allem Torfsumpfwälder auf Borneo und Sumatra. Sie werden trockengelegt, die Vegetation wird abgefackelt. Jährlich müssen 500 000 Hektar Wald den Ölpalmenplantagen weichen.

Die Folgen ermittelte der Ökologe Florian Siegert von der Universität München. Auf Satellitenbildern identifizierte er 2006 in Indonesien, Malaysia und Brunei über 116 000 Feuer, davon 35 Prozent auf Torfböden. Sie setzten über zwei Milliarden Tonnen CO2 frei — fast zehn Prozent der globalen Emissionen. Rekordfeuerjahr in der Region war indes 1997/98. Damals bedeckte eine riesige Rauchwolke ganz Südostasien. Siegert dazu: "Es ist kaum vorstellbar, wie viele Ölpalmen es bräuchte, um diese Mengen durch Erdöleinsparungen zu kompensieren."

Torf zersetzt sich, CO2 wird frei

Nach Berechnungen der niederländischen Naturschutzorganisation Wetlands International werden durch die Zersetzung des Torfs pro Hektar und Jahr 70 bis 100 Tonnen CO2 frei. Für jede erzeugte Tonne Palmöl gelangen mithin 33 Tonnen des Treibhausgases in die Luft. Würde die daraus gewinnbare Energie durch die Verbrennung von Erdöl erzeugt, wären es nur drei Tonnen. In Indonesien heizt die Regenwaldvernichtung zudem soziale Konflikte an. Auch dort werden zahlreiche Menschen wegen der Plantagen von ihrem Boden vertrieben.

Gleichwohl verfeuern deutsche Blockheizkraftwerke jährlich 300 000 Tonnen Palmöl. In Schwäbisch Hall etwa ging unlängst eine 5-Megawatt-Anlage in Betrieb, mit einem Jahresverbrauch von 7500 Tonnen. Es werde von Altplantagen in Malaysia bezogen, versichern die Betreiber, zudem sei der Lieferant Mitglied des "Runden Tischs für nachhaltiges Palmöl", dem Erzeuger und Nutzer angehören. Dieses Gremium aber, kritisiert RdR-Chef Behrend, gewährleiste keine Produktionskontrolle.

Im Saarhafen Saarlouis-Dillingen plant ein Firmenkonsortium den Bau einer Anlage mit zwölf Blockheizkraftwerken. "Allein für deren Betrieb müssen 20 571 Hektar Regenwald sterben", fürchtet Andreas Kleber, Geschäftsführer der SPD-Fraktion im Dillinger Stadtrat. Zwar startete der saarländische Umweltminister Stefan Mörsdorf eine Bundesratsinitiative für eine nachhaltige Palmölproduktion, im Fall Dillingen hält er sich bis jetzt aber bedeckt.

Die Bioethanolherstellung schadet dem Klima
Die Bioethanolherstellung schadet dem Klima. Für Dünger, Pestizide, den Landmaschineneinsatz und schließlich die Verarbeitung von Maiskörnern und Zuckerrohr zu Sprit bedarf es viel fossiler Treibstoffe.


Deshalb gibt Bioethanol nur 20 Prozent mehr Energie her, als zu seiner Herstellung nötig war. Bei Pflanzenölen für Biodiesel in Mitteleuropa, etwa aus Raps, Sonnenblumen oder Rübsen, ist es mit der Klimawirkung ebenfalls nicht weit her. Sie erbringen einen Energieüberschuss von 50 Prozent. Bei Stärkepflanzen zur Ethanolproduktion ist die Bilanz etwas besser. Getreide erreicht trotz der energieintensiven Destillation einen "Erntefaktor" von 60 Prozent, Zuckerrüben sogar 100 Prozent. Unerfreulich fällt auch die Umweltbilanz der heutigen Energiepflanzen aus. Beim Rapsanbau, schreibt das Heidelberger Ifeu-Institut in einer Studie, schlagen der hohe Flächenverbrauch und der intensive Einsatz von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln negativ zu Buche.

Die Zertifizierung der Rohstoffe

Trotz all der negativen Auswirkungen führt an der Nutzung der Biokraftstoffe kein Weg vorbei, dies konzedieren auch die Naturschützer. Die Pflanzen, fordern sie, müssen aus nachhaltigem Anbau stammen. Ebenso sei aber ihre bessere energetische Verwertung erforderlich. "Dann sind volle Tanks und volle Teller zugleich möglich", erkennt Hans-Josef Fell, energiepolitischer Sprecher der Grünen. Die Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion werde sich einpendeln, wenn erst einmal alle geeigneten brachliegenden Flächen genutzt werden. Bis dahin seien aber noch reichliche Marktverwerfungen zu erwarten.

Zwingend ist jedoch eine Zertifizierung der Rohstoffe, insbesondere des Palmöls. Das Bundeslandwirtschaftsministerium beauftragte bereits Experten mit der Ausarbeitung eines Zertifizierungssystems, das eine nachhaltige Produktion des Palmöls gewährleisten soll. Noch in diesem Jahr soll ein zweijähriger Probelauf beginnen. Umweltschützer sind skeptisch: In Deutschland könne doch niemand feststellen, ob in Indonesien Öl aus Raubbau-Plantagen unter zertifizierte Erzeugnisse gemischt werde, argumentieren sie.

China zieht die Notbremse

Als erstes Land zog jetzt China die Notbremse. Trotz seines wachsenden Energiebedarfs verfügte die Regierung Anfang Juni bei der Bioethanolproduktion ein Moratorium. Auch im Reich der Mitte waren durch den Energiepflanzenanbau die Preise vieler Lebensmittel rapide gestiegen. Jetzt sollen Wissenschaftler im Regierungsauftrag untersuchen, wie Energie- und Nahrungspflanzen koexistieren können. Erst wenn sichergestellt ist, dass Lebensmittel auch künftig preiswert und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen, darf die Biosprit-Herstellung weitergehen. Für sie, verlautbarten Pekings rote Mandarine, habe die Ernährungssicherh

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Re: Alkohol als Treibstoff

Hallo, Admin, es klappt leider nicht mit dem Link, ich weiß nicht, warum.
Bitte einfach herausnehmen. Danke!

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Re: Alkohol als Treibstoff

Hallo

Wenn Du einen Link in das Forum schreiben möchtest, dann ohne http:// . Einfach nur www.poel-tec.com das Forum setzt das http dann automatisch ein.

Das Pöl-Tec Foren Team
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Pöl-Tec Pflanzenöl in Dieselmotoren

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Re: Alkohol als Treibstoff

Zum ersten Mal hat über das gegebene Präparat erkannt, wenn bei mir die Probleme mit der Haut auf der Person angefangen haben. Bei mir haben angefangen, auf den Wangen die Aale und der rote Ausschlag zu erscheinen. Dieser Defekte lieferten an mich das wesentliche Unbehagen. Besonders betraf es die moralische Seite des Lebens. Die Aale auf den Wangen machten mich unsicher in sich. Ich dachte ständig, dass der rote Ausschlag auf der Haut der Person mich unschön macht. Es ist vollkommen möglich, dass so aller und in Wirklichkeit war.

Gerade das Mittel Black Mask hat mir zugelassen, von die Ausschläge zu entgehen. Es ist nicht nur bei den Aalen wirksam, sondern auch wird dafür herankommen, wer an anderen entzündlichen Prozessen der Haut leidet. Dieses Präparat ist es leicht, in den häuslichen Bedingungen zu verwenden, da er kosmetisch angenommen wird, und jede Frau kann es sich auf die Person selbständig auftragen. Persönlich hat es so mir gefallen, dass ich mit ihm die Wanderungen zum Kosmetiker ersetzt habe.


dass originell Mask

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