Beim Thema Biospritsteuer ist sich der Bundesrat weiterhin uneins. Am 23. April hat der Bundestag erst das Gesetz zur Änderung der Förderung von Biokraftstoffen beschlossen, um bestehende Schwierigkeiten beim Verbrauch von Biokraftstoffen beheben, wie es heißt. Die ursprünglich beabsichtigte Erhöhung des Mindestanteils von Biosprit in Benzin werde deshalb verschoben, erklärte das hohe Haus weiter. Dies solle den Druck verringern, Biomasse anbauen zu müssen und eine nachhaltige Erzeugung dieser Kraftstoffe ermöglichen. Fortsetzung:Der Agrarausschuss fordert nun, der Vermittlungsausschuss solle über Steuersenkungen für Biodiesel und Pflanzenöl entscheiden. Sie seien erforderlich, um dem aktuellen Produktionsrückgang und den damit verbundenen Steuerausfällen zu begegnen.
Der federführende Umweltausschuss ist allerdings gegen die Anrufung des Vermittlungsausschusses. Stattdessen rät er dem Plenum zu einer Entschließung. Hierin solle der Bundesrat zum Ausdruck bringen, dass er den Verzicht auf die Aussetzung der Steuerstufen bedauert. Außerdem solle er die Bundesregierung bitten, Biomethan als besonders förderungswürdig anzuerkennen und den Kraftstoff auch in Beimischung zu Erdgas bis 2015 steuerfrei zu stellen. Quelle: http://ipmac.de/74
STETTEN - Die Firma Aggregatebau Vertrieb und Service in Stetten gehört zu den fünf größten Aggregateherstellern in Deutschland und hat mit der Fabrikation von Blockheizkraftwerken ein zweites Standbein. Am Samstag haben Ehinger Vertreter von Bündnis 90/Grüne das Werk besichtigt.
Juniorchef Steffen Herrmann sagte bei der Vorstellung des Unternehmens: "Wir machen alles rund um unser Produkt selbst und finden für jeden Kunden die beste individuelle Lösung." 650 Strom-Aggregate hat AVS in Stetten im Jahr 2008 hergestellt - für Krankenhäuser, Stadtwerke, Bundeswehr, THW, Kommunen, die Deutsche Bahn und Kies- und Schotterwerke. Die beschäftigt 80 Mitarbeiter. "Die meisten dieser Stromaggregate müssen rund um die Uhr versorgt werden können. In den größten Camps der Bundeswehr in Afghanistan sind 15 Mega-Watt im Einsatz", erklärte Steffen Herrmann seinen Gästen. Fortsetzung:"Für Blockheizkraftwerke mit verschiedenen Heizstoffen gibt es ganz klare Module, da muss jede Schraube stimmen. Unsere Typen haben eine Leistung von 50 Kilowatt bis 360 Kilowatt. Auf den Zug mit dem Pflanzenöl sind wir relativ spät aufgesprungen,. Der Boom ist allerdings schon wieder vorbei, weil die Preise so hoch sind", so Herrmann. Rund 90 Prozent der Blockheizkraftwerke verkaufe das Unternehmen in Deutschland. Somit sei man nicht so stark vom Export abhängig. Herrmann fügte hinzu: "Nur Ausliefern bringt nichts, der Service muss ebenfalls gewährleistet sein."
Gemeinderätin Angela Scheffold fragte: "Blockheizkraftwerke mit Pflanzenöl? Kommen Sie mit den Standards klar?" Der Juniorchef antwortete, dass Sojaöl sei ungeeignet, weil dies die Motoren nicht lange aushielten. Am besten wäre Rapsöl geeignet.
Seniorchef Heinz Herrmann berichtete, dass der Standort Stetten Zufall sei. Nachdem eine Wuppertaler Firma, für die er in Munderkingen Aggregate gebaut hatte, aufgelöst wurde, holte ihn Willi Messmer 1985 nach Stetten. "Der Standort hat sich im nachhinein als ideal erwiesen, obwohl ich anfangs lieber nach Munderkingen gegangen wäre", so Heinz Herrmann.
Kraftwerke sind umrüstbar
Robert Fischer von der Abteilung Produktmanagement und Marketing erläuterte das neue Kraft-Wärme-Koppelungs-Gesetz, das seit 2009 in Kraft ist, sowie Primärenergieeinsparungen bei verschiedenen Kilowatt-Stärken. "Blockheizkraftwerke können grundsätzlich von Erdgas auf Biogas umgerüstet werden", antwortete Fischer auf eine entsprechende Frage von Kreisrätin Brigitte Schmid.
Anschließend führte Geschäftsführer Benedikt Messmer die Delegation der Grünen durch das 5000 Quadratmeter große Produktionsareal, auf dem auch jährlich drei neu eingestellte Lehrlinge arbeiten.
STETTEN - Die Firma Aggregatebau Vertrieb und Service in Stetten gehört zu den fünf größten Aggregateherstellern in Deutschland und hat mit der Fabrikation von Blockheizkraftwerken ein zweites Standbein. Am Samstag haben Ehinger Vertreter von Bündnis 90/Grüne das Werk besichtigt.
Juniorchef Steffen Herrmann sagte bei der Vorstellung des Unternehmens: "Wir machen alles rund um unser Produkt selbst und finden für jeden Kunden die beste individuelle Lösung." 650 Strom-Aggregate hat AVS in Stetten im Jahr 2008 hergestellt - für Krankenhäuser, Stadtwerke, Bundeswehr, THW, Kommunen, die Deutsche Bahn und Kies- und Schotterwerke. Die beschäftigt 80 Mitarbeiter. "Die meisten dieser Stromaggregate müssen rund um die Uhr versorgt werden können. In den größten Camps der Bundeswehr in Afghanistan sind 15 Mega-Watt im Einsatz", erklärte Steffen Herrmann seinen Gästen.
"Für Blockheizkraftwerke mit verschiedenen Heizstoffen gibt es ganz klare Module, da muss jede Schraube stimmen. Unsere Typen haben eine Leistung von 50 Kilowatt bis 360 Kilowatt. Auf den Zug mit dem Pflanzenöl sind wir relativ spät aufgesprungen,. Der Boom ist allerdings schon wieder vorbei, weil die Preise so hoch sind", so Herrmann. Rund 90 Prozent der Blockheizkraftwerke verkaufe das Unternehmen in Deutschland. Somit sei man nicht so stark vom Export abhängig. Herrmann fügte hinzu: "Nur Ausliefern bringt nichts, der Service muss ebenfalls gewährleistet sein."
Gemeinderätin Angela Scheffold fragte: "Blockheizkraftwerke mit Pflanzenöl? Kommen Sie mit den Standards klar?" Der Juniorchef antwortete, dass Sojaöl sei ungeeignet, weil dies die Motoren nicht lange aushielten. Am besten wäre Rapsöl geeignet.
Seniorchef Heinz Herrmann berichtete, dass der Standort Stetten Zufall sei. Nachdem eine Wuppertaler Firma, für die er in Munderkingen Aggregate gebaut hatte, aufgelöst wurde, holte ihn Willi Messmer 1985 nach Stetten. "Der Standort hat sich im nachhinein als ideal erwiesen, obwohl ich anfangs lieber nach Munderkingen gegangen wäre", so Heinz Herrmann.
Kraftwerke sind umrüstbar
Robert Fischer von der Abteilung Produktmanagement und Marketing erläuterte das neue Kraft-Wärme-Koppelungs-Gesetz, das seit 2009 in Kraft ist, sowie Primärenergieeinsparungen bei verschiedenen Kilowatt-Stärken. "Blockheizkraftwerke können grundsätzlich von Erdgas auf Biogas umgerüstet werden", antwortete Fischer auf eine entsprechende Frage von Kreisrätin Brigitte Schmid.
Anschließend führte Geschäftsführer Benedikt Messmer die Delegation der Grünen durch das 5000 Quadratmeter große Produktionsareal, auf dem auch jährlich drei neu eingestellte Lehrlinge arbeiten.
Tüftler Peter Bendix hat sich für Bundesentscheid bei "Jugend forscht" qualifiziert
BINGEN/STROMBERG. Porsche-Träume, Motorgeschraube und keine Scheu vor Ölfingern - Peter Bendix, 19, ist ein "Jugend forscht"-Sieger mit klassischen Jungmänner-Vorlieben. Die Binger Abi-Feiern liegen gerade hinter ihm. Die AZ sprach mit dem Spitzenschüler über Geduldsproben, Zukunftspläne und die elterliche Garage. Fortsetzung:Für den Bundeswettbewerb der Jungforscher hat sich Peter Bendix mit Pflanzenöl qualifiziert. "Auf einer langen Fahrt nach Berlin habe ich mit einem Kumpel diskutiert, ob ein Blockheizkraftwerk auch mit Pflanzenöl-Schmierung laufen würde." Wahrscheinlich kein Gesprächsthema für Menschen, bei denen die Heizung einfach nur funktionieren soll.
Peter Bendix untersuchte zunächst theoretisch die Fragestellung, baute "mal eben" in der Garage des Freundes ein Blockheizkraftwerk, entwickelte, konstruierte und berechnete nötige Umbauteile. Der Clou seiner Entwicklung: Die Maschine nutzt das gleiche Öl als Schmier- und Treibstoff. Ölwechsel fallen weg, zusätzliches Motoröl wird überflüssig.
Der Landeswettbewerb in Ludwigshafen kürte seine Arbeit mit dem Siegpreis im Technikfach. Ende Mai nimmt der 19-Jährige am Bundeswettbewerb in Osnabrück teil.
Außerdem darf der SGG-Schüler an der Trierer Fachhochschule beim Bau eines Ein-Liter-Autos mitwirken. Derweil läuft sein Heizwerk munter weiter in der Garage des Freundes und reduziert dort die Heizrechnung. Warum der Binger Spitzenschüler nicht die elterliche Garage nutzte? "Die ist schon mit dem Bus belegt." Der Bus? An einem 34 Jahre alten Hippie-Modell schraubt Peter Bendix seit vielen Monaten. Den Motor hat der Gymnasiast komplett zerlegt und wieder, Einzelteil für Einzelteil, zusammengesetzt, Roststellen in mühsamer Fleißarbeit abgeschliffen. Lackieren steht demnächst an. "So langsam muss der Bus fertig werden." Denn Peter Bendix will los. "Richtung Süden, nach Afrika." Ein glänzendes Abitur hat der Stromberger in der Tasche. 1,6 ist der Schnitt. Maschinenbau will er in Stuttgart studieren nach seiner Rückkehr.
Sein Vorpraktikum fürs Studium hat sich Peter mit einem überzeugenden Schulpraktikum als Elftklässler gesichert: Ein Porsche-Tuner aus Dortmund nimmt den jungen Mann vom SGG mit Kusshand. An Autos schrauben und trotzdem Spitzenleistungen auch in Geisteswissenschaften? "Zerlegen und neu zusammen bauen, das schult."
Seine Stärken sind das Dranbleiben an einem Thema, Fleiß, Geduld. Als Hunderte von Einzelteilen seines Busmotors in der elterlichen Garage verteilt lagen, da galt wie bei der Abi-Vorbereitung: Stück für Stück ist die Aufgabe zu schaffen. Womit die Technikbegeisterung begann? "Als Kind mit Lego-Technik und als 15-Jähriger mit einer kaputten Schwungscheibe." Der alte Peugeot seines Onkels stand mit Getriebeschaden auf der Schwelle zur Schrottpresse. Der Deal zwischen Onkel und Neffe: Wenn Peter den Schaden reparieren kann, bekommt er den Wagen zum Führerschein. Der Ehrgeiz des Schülers war angestachelt, das eigenhändig renovierte Altauto wurde sein erstes.
Stolz scheint der "Jugend forscht"-Gewinner eher auf die rollenden Ergebnisse seiner Technik-Leidenschaft zu sein als auf Urkunden mit Landeswappen. Und der Hippie-Bus wird rollen, bald, ganz sicher.. Und dann ist auch wieder Platz in Bendix´ Garage...
Unabhängig davon, was die Mineralölkonzerne verlauten lassen, sind die weltweiten Reserven an Erdöl durchaus begrenzt. So kommt das Bundesamt für Geowissenschaften und Rohstoffe in einer Studie aus dem Jahr 2004 zu dem Schluss: „Der „depletion mid-point“, bei dem die Hälfte des vermuteten Erdöls gefördert ist, dürfte innerhalb der nächsten 10 bis 20 Jahre erreicht werden. So ist ein sukzessiver Rückgang der Förderung spätestens ab diesem Zeitpunkt vorprogrammiert.“ Da gleichzeitig der Rohöl-Bedarf aber immer rasanter ansteigt, könnte dieser Punkt auch schon früher erreicht werden. Aber nicht nur aus diesem Grund erscheint es höchste Zeit, sich nach Alternativen zu den fossilen Brennstoffen umzusehen, auch im Sinne des Klimaschutzes kann man nicht mehr am Erdöl als Brennstoff festhalten. Fortsetzung:Biokraftstoffe bilden hier einen interessanten Ansatzpunkt. Das wird langsam auch von der Politik erkannt. So schreibt die EU in ihrem „Aktionsplan Biomasse" fest, dass bis zum Jahr 2010 der Anteil von Biokraftstoffen am Energiemix um 5,75% steigen soll. Dadurch könnten über 200 Millionen Tonnen Treibhausgase im Jahr vermieden werden. Allerdings konnte der für 2005 angestrebte Wert von 1,4% nicht erreicht werden, sodass eine Umsetzung des Ziels für das Jahr 2010 auch nicht gesichert erscheint. Trotzdem zeigt sich die EU-Kommission überzeugt, dass die Bedeutung von Biokraftstoffen weiterhin deutlich zunehmen wird: „Der Anstieg des Ölpreises und ein wachsendes Interesse an neuen Märkten für landwirtschaftliche Produkte (...) haben zu einer breiten Anerkennung der Vorteile von Kraftstoffen auf europäischer Ebene geführt," heißt es in einem entsprechend Anhang des Aktionsplans.
Biodiesel, Bioethanol und Pflanzenöl sind die drei wichtigsten Biokraftstoffe, die langfristig eine wichtige Rolle im Energiemix spielen können. Sie bieten den Vorteil, dass sie den fossilen Treibstoffen in vieler Hinsicht recht ähnlich sind. Daher ist es möglich, herkömmliche Verbrennungsmotoren mit recht einfachen Mitteln und daher auch vergleichsweise kostengünstig auf diese neuen Treibstoffe umzurüsten. Darüber hinaus liegen sie in flüssiger Form vor, d.h. man muss sich über ihre Speicherung (herkömmliche Tanks reichen da vollkommen aus) keine Gedanken machen. Der Vertrieb von Biodiesel, Bioethanol und Pflanzenöl kann über das bereits existierende Tankstellennetz geschehen. Auch hier sind nur geringe Anpassungen erforderlich.
Biodiesel Biodiesel ist der zurzeit am weitesten verbreitete Biokraftstoff. Er stellt auch so etwas wie den Klassiker unter den Kraftstoffen dar, ist er doch bereits seit Anfang der 1990er Jahre im Einsatz. Im Jahr 2005 wurden nach Angaben Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen (UFOP) mehr als 1,8 Millionen t dieses besonderen Treibstoffs hergestellt. Der Absatz erfolgte dabei – wie der Verband Deutscher Biodieselehrsteller feststellte, zu 45 Prozent an das Transportgewerbe (vor allem Busse und Lastwagen). Etwa 40 Prozent gingen an die Mineralölkonzerne für die Beimischung zum mineralischen Diesel. Die restlichen 15 Prozent wurden überwiegend an Tankstellen als Reinkraftstoff an Pkws und zu einem geringeren Teil an die Landwirtschaft abgegeben. Im Juni 2005 umfasste das Biodiesel-Tankstellennetz ungefähr 1900 Verkaufsstellen.
In Deutschland wird der Biodiesel vorwiegend aus natürlichem Pflanzenöl hergestellt. Hier spielt der Raps eine herausragende Rolle, aber auch andere Pflanzenöle sowie Altspeise- und Tierfette sind mögliche Rohstoffe. Chemisch gesehen handelt es sich bei Biodiesel um ein Pflanzenölmethylester (PME). Gebräuchlich ist hier aber auch der Begriff Rapsölmethylester (RME).Biodiesel hat also nichts mit Pflanzenöl, wie wir ihn in der Küche verwenden, zu tun, sondern wird lediglich daraus hergestellt.
Herstellung von Biodiesel Bei der Herstellung von Biodiesel wird der Raps zunächst getrocknet und dann in Ölmühlen zu Pflanzenöl gemahlen oder gepresst. Die übrig bleibenden festen Bestandteile enthalten noch immer einen recht hohen Fettanteil und eignen sich hervorragend als Tierfutter. Doch zurück zum Öl, denn nun kommt der entscheidende Schritt. Dem Pflanzenöl wird ca. 10% Methanol beigemischt. Dann kommt noch ein Katalysator (hier wird häufig Kaliumhydroxid oder Natriumhydroxid verwendet) hinzu und die Mischung wird langsam auf 60˚ erhitzt. Dabei kommt ein chemischer Vorgang, die so genannte Umesterung in Gang. Dabei wird das Pflanzenölmolekül, das aus Glycerin und 3 Fettsäureketten besteht, aufgespalten. Die Fettsäuren verbinden sich mit dem Methanol zu Biodiesel. Das zusätzlich entstehende Glycerin kann dann aufbereitet und beispielsweise in der Pharmaindustrie eingesetzt werden.
Wer nun Biodiesel tanken möchte, sollte sich auf jeden Fall vergewissern, ob sein Fahrzeug vom Herstellen für den Einsatz dieses Kraftstoffes freigegeben ist. Bei Fahrzeugen, die keine Freigabe haben, kann der Biodiesel dazu führen, dass Gummiteile, die mit ihm in Berührung kommen (wie Dichtungen etc.), aufquellen oder gar teilweise auflösen. So können dann beispielsweise an der Einspritzpumpe kostspielige Defekte auftreten. Eine Übersicht der für Biodiesel freigegeben Fahrzeuge erhalten Sie hier. Sollte Ihr Fahrzeug nicht unter den freigegebenen Modellen sein, können Sie es leicht umrüsten lasse, indem alle kritischen Gummiteile ausgetauscht werden.
1 Liter Biodiesel ersetzt übrigens ungefähr 0.9 Liter Dieselkraftstoff, kostet aber nur 0,75 bis 0,95 Euro (je nach Standort).
Pflanzenöl Im Gegensatz zum Biodiesel kommt hier das Pflanzenöl (auch unter Pöl bekannt) in seiner Reinform, also unverändert als Kraftstoff zum Einsatz. Dabei können alle gängigen Öle wie Rapsöl, Sojaöl, Palmöl oder Olivenöl zum Einsatz kommen. Je nach Herstellungsverfahren (Kaltpressung oder Pressung bei höheren Temperaturen) werden noch unterschiedlich aufwendige Reinigungsverfahren nötig.
Die Viskosität von Pflanzenöl ist vor allem bei niedrigen Temperaturen bis zu zehn Mal höher als die von fossilem Diesel. Das führt bei herkömmlichen Motoren insbesondere im Winter und beim Kaltstart des Motors zu technischen Problemen. Zudem liegt der Flammpunkt mit rund 240˚ C deutlich höher als der von normalem Diesel. Um diesen besonderen Eigenschaften der Pflanzenöle gerecht zu werden, müssen die Motoren der Fahrzeuge speziell angepasst werden. Hierzu gibt es mehrere Verfahren. Grundsätzlich bedienen sich die meisten dieser Verfahren einer der folgenden Technologien: Entweder sorgt man für eine Vorwärmung des Kraftstoffs und des Einspritzsystems oder man baut ein 2-Tank-System in das Fahrzeug ein. Dann wird mit normalem Diesel gestartet und die Versorgung mit Pflanzenöl erst bei der richtigen Temperatur aktiviert. Die Umrüstung auf Pflanzenöl kann unter Umständen recht kostspielig werden und mehrere Tausend Euro verschlingen.
Wohl auch aus diesen Gründen ist Pflanzenöl momentan noch nicht besonders weit verbreitet. Entsprechend wenig ausgeprägt ist die Infrastruktur. Das Netz öffentlicher Pflanzenöltankstellen in Deutschland besteht aus weniger als 100 Stationen. Eine Aufstellung der derzeitigen Pflanzenöl-Tankstellen finden Sie hier. Da das Fahren mit Pflanzenöl einen häufigeren Ölwechsel erfordert und auch die Umrüstung nicht billig ist, rechnet sich der Einsatz – trotz eines Literpreises, der lediglich bei 0,55 bis 0,75 Cent liegt – erst bei hohen Kilometerleistungen. Von der Automobilindustrie gibt es zudem keine Signale, dass in näherer Zukunft mit der Serienanfertigung von Pflanzölmotoren begonnen werden soll.
Bioethanol In Gegensatz zu Biodiesel und Pflanzenöl, die als alternative Kraftstoffe für Dieselmotoren in Betracht kommen, kann Bioethanol bei Fahrzeugen mit Ottomotor eingesetzt werden. In reiner Form wird Bioethanol hierzulande gar nicht gefahren (das kommt fast ausschließlich in Brasilien vor), es wird also nur in mehr oder weniger hochprozentigen Mischungen verwendet, wobei man aber anmerken sollte, dass Bioethanol überhaupt noch nicht sonderlich weit verbreitet ist. Am gebräuchlichsten ist derzeit eine 5-prozentige Beimischung in den herkömmlichen Kraftstoff. Ethyl-Tertiär-Butyl-Ether (ETBE) ist eine Verbindung aus biogenem Ethanol und aus Erdöl hergestelltem Isobuten. Diese Mischung kann dem Kraftstoff in einer Konzentration von bis zu 15 Prozent zugesetzt werden. Dann ersetzt das ETBE das gebräuchliche Antiklopfmittel. In einem Modellversuch will das Verbraucherministerium nun so genannte Flexible-Fuel-Vehicles (FFV), die Ethanolmischungen in verschiedenen Konzentrationen bis hin zu 85 Prozent verwenden können, testen. Diese Treibstoffe tragen das das Kürzel E85. In Ländern wie Brasilien, Schweden und International Web Agency International Web Agency
BascoTec Internet Ltd. USA ist man schon weiter als in Deutschland. Dort ist das entsprechende Versuchsstadium längst dem Alltagseinsatz gewichen.
Der Ausgangsstoff für Bioethanol sind die in Pflanzen enthaltenen Kohlenhydrate (Zucker), aus denen mit Hilfe von Enzymen und Hefepilzen Alkohol entsteht. Als Pflanzen kommen stärkehaltige Pflanzen wie Mais, Kartoffeln, Roggen und Weizen, zuckerhaltige Gewächse wie Zuckerrüben oder Zuckerrohr bzw. zellulosehaltige Pflanzen (Holz, Stroh) in Frage. Während zuckerhaltige Pflanzen direkt vergoren werden können, muss bei stärkehaltigen Pflanzen die Stärke mit Enzymen zunächst in Zucker umgewandelt werden. Auch die zellulosehaltigen Pflanzen erfordern diesen Arbeitsschritt. Der Gärprozess ist dann abgeschlossen, wenn entweder der Zucker verbraucht ist oder eine m aximale Alkoholkonzentration erreicht wurde. Der entstehende Ethylalkohol wird durch Destillation abgetrennt. Zu diesem Zeitpunkt hat der Alkohol eine Konzentration von gut 95 Prozent. Damit er aber als Treibstoff verwendet werden kann, wird ein weitaus reinerer Alkohol mit einer Konzentration von 99,7 bis 99,9 Prozent benötigt. Dieser Alkohol entsteht durch einen besonderen chemischen Prozess, die so genannte Absolutierung.
Bei diesem Herstellungsprozess fällt als Destillationsrückstand ein wichtiges Nebenprodukt an: die Schlempe. Sie findet hauptsächlich als eiweißhaltiges Futtermittel Verwendung, kann aber auch direkt als Substrat in Biogasanlagen eingesetzt werden, um daraus weitere Energie zu gewinnen.
Bioethanol besitzt einige Eigenschaften, die die Qualität von herkömmlichen Kraftstoffen für Ottomotoren verbessern. So verfügt er über eine höhere Oktanzahl und besitzt dadurch eine gute Klopffestigkeit. Auf der anderen Seite besitzt Ethanol einen deutlich geringeren Energiegehalt als Ottokraftstoffe. So entspricht ein Liter dieses Kraftstoffs lediglich 0,66 Liter Benzin oder Super. Beim CO2 bringt Ethanol Einsparungen in der Größenordnung von 30 Prozent.
NÜRNBERG - Einst Vorzeige-Branche alternativer Energiegewinnung, jetzt Karteileiche einer gescheiterten Umweltpolitik: heimisches reines Pflanzenöl als Treibstoff für Fahrzeugmotoren. Das hoffnungsvolle Öko-Projekt hat der Bund durch eine ruinöse Steuerpolitik vom Leben zum Tode befördert. Das Trauerspiel im Detail. Fortsetzung:Dabei ging es so aussichtsreich los. Bauern entdeckten Rapsanbau als lukrative Sparte. Überall schossen Ölmühlen aus dem Boden, in der Hochzeit 600 bundesweit und 246 allein in Bayern. Zahlreiche Kfz-Betriebe verlegten sich auf das Geschäft mit der Motorumrüstung für reines Pflanzenöl. Speditionen und auch viele Privat-Pkw-Eigner ließen ihre Diesel umbauen - auch ohne einen Cent staatliche Prämie.
Investition lohnte sich
Die Investition schien sich zumindest mittelfristig zu lohnen. Bis zu 45 Cent betrug zeitweise die Liter-Preisdifferenz zwischen fossilem Diesel und Rapsöl. An wahre «Goldgräberstimmung« erinnert sich Klaus Thuneke vom Technologie- und Förderzentrum in Straubing. Zur Hochzeit im Jahr 2006 hatte Pflanzenöl (zusammen mit Biodiesel aus der Raffinerie) immerhin 6,7 Prozent Marktanteil erkämpft.
Alles vorbei. Eine Großtankstelle in der Metropolregion, noch vor Monaten Rapsöl-Umschlagplatz für ganze Lkw-Flotten, hat inzwischen einen Umsatz «gegen null«. Die Umrüsterbranche ist «im Großen und Ganzen zusammengebrochen«, berichtet Dieter Voegelin, Geschäftsführer des Bundesverbandes Pflanzenöle. Ernst Schneider aus Ansbach-Brodswinden hat rund 500 Fahrzeuge umgerüstet. Seine Branche ist am Boden: «Ich sehe keine Regungen mehr.« Schneider versucht, mit einer kleinen Lkw-Werkstatt wieder auf die Beine zu kommen.
Die Ölmühlen, teils mit sechsstelligen Beträgen gebaut? «Viele Anlagen stehen still und produzieren nicht, der Absatz ist sehr schwierig«, berichtet Technologieförderer Thuneke. «Da wurden auch jede Menge Arbeitsplätze vernichtet«, stellt Prof. Ernst Schrimpff, Vorsitzender des Bundesverbandes Pflanzenöle, fest.
Zusage bis Ende 2009
Dabei hatte sich die deutsche Pflanzenöl-Szene auf die Zusage des Bundes verlassen, dass der Öko-Sprit aus heimischen Rapssamen mindestens bis Ende 2009 steuerfrei bleibt. Nichts da. Anfang 2007 griff der Bundes- Fikus zu. Aktuell nimmt der Finanzminister 18,7 Cent pro Liter ein. Bis 2012 wird der Steueranteil auf 45 Cent steigen. Die betroffene Branche hat ein wahrscheinlich realistisches Feindbild: Die übermächtige und bestens organisierte Lobby der Mineralölwirtschaft habe in Berlin die existenzvernichtende Steuergesetzgebung mit «brachialer Gewalt« lanciert, ist sich Verbandschef Schrimpff sicher. Unter dubiosen Umständen seien Parlamentarier mit Gesetzentwürfen gespickt worden. Der SPD-Umweltpolitiker Hermann Scheer wetterte öffentlich über Auswüchse einer «Bananenrepublik«. «Gegen die allgegenwärtige Mineralöl-Lobby hat es keine großen Widerstände gegeben, für nachwachsende Rohstoffe gibt es keine Lobby«, resigniert Ex-Umrüster Schneider.
Gleichwohl bemühen sich Agrar- und Umweltpolitiker jetzt um eine Korrektur der fatalen Steuer. Doch eine Novelle sei im Bundestag dreimal vertagt worden; im Bundesrat gebe es Widerstände, berichtet Verbandschef Schrimpff verärgert. Trotz der neuerlichen Rückschläge bleibt er optimistisch: «Das muss man durchstehen, die Pflanzenölwirtschaft ist nicht aufzuhalten.«
General Motors (GM) entwickelt zwei neue Ecotec-Motoren mit geringem Verbrauch. Die Vierzylinder-Aggregate sollen von 2009 an bei den Konzernmarken in Europa zum Einsatz kommen, wie GM bei einer Veranstaltung in Turin mitteilte. Fortsetzung:Bei den neuen Motoren handelt es sich um einen 1,4-Liter-Turbobenziner und einen 1,6-Liter-CNG-Turbo für den Betrieb mit Erdgas - CNG steht für «Compressed Natural Gas».
Der 1,4-Liter-Turbo soll zwischen 88 kW/120 PS und 104 kW/140 PS leisten, ein maximales Drehmoment von 175 bis 200 Newtonmetern (Nm) entwickeln und die künftige Abgasnorm Euro 5 erfüllen. Dabei soll er rund acht Prozent sparsamer sein als ein ähnlich starker Saugmotor, hieß es. Als ein Hauptmerkmal des neuen Motors nennt GM den im Abgaskrümmer integrierten Turbolader.
Der Erdgasturbo mit 1,6 Litern Hubraum kommt auf 110 kW/150 PS und ein maximales Drehmoment von 210 Nm. Auch bei diesem Motor bilden Turbolader und Auspuffkrümmer eine Einheit. Erhältlich sein wird das Aggregat im Opel Zafira CNG.
Melk/Wien. Auf Österreichs Straßen sind derzeit knapp 2000 Erdgasautos unterwegs – weltweit sind es bereits neun Millionen. Das Interesse der Kunden steigt. Denn komprimiertes Erdgas (CNG) schont Umwelt und Geldbörse. Immerhin stößt ein CNG-Fahrzeug um 20 Prozent weniger CO2 aus und um 90 Prozent weniger Stickstoff und Feinstaub. Die Kraftstoffkosten reduzieren sich um bis zu 50 Prozent, betonte CNG-Experte Peter Seidinger (OMV) bei einer Erdgasauto-Präsentation im ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum am Wachau-Ring bei Melk. Fortsetzung:Dahinter steckt eine ausgereifte Technik: CNG wird in hochfeste Druckbehälter gepresst. Die Tanks sind aus Stahl oder in Leichtbauweise aus einer Alu-Verbundkonstruktion gefertigt, was eine Gewichtreduktion um ein Drittel bedeutet.
Der Kraftstoff wird von den Tanks über das Leitungssystem dem Druckregler zugeführt. Dieser reduziert den Druck des Erdgases von 200 bar auf den Einblasdruck von etwa 5 bis 6 bar. Über eine Niedrigdruckleitung gelangt der Kraftstoff dann weiter zu den CNG-Einblasdüsen. Da zwei gasförmige Stoffe – nämlich Erdgas und Luft – aufeinander treffen, lässt sich eine hochwertigere Gemischbildung als bei flüssigen Kraftstoffen erzielen. Die Steuerung der CNG-Zufuhr erfolgt über ein separates Gassteuergerät. Beim Tanken verhindert ein Rückschlagventil das Ausströmen von Erdgas.
Die herkömmlichen Ottomotoren können entweder mit Erdgas und Benzin (bivalent) oder nur Erdgas (monovalent) betrieben werden. Bei der bivalenten Variante lässt sich die gewünschte Kraftstoffart jederzeit, auch während der Fahrt, durch Umschalten vom Armaturenbrett aus wählen. Monovalente Fahrzeuge verfügen über keinen bzw. über einen nicht mehr als 15 Liter Benzin fassenden Reservetank. Der Platzgewinn wird für die Unterbringung zusätzlicher Gastanks genützt.
Dank der hohen Klopffestigkeit von Erdgas kann bei CNG-betriebenen Motoren das Kraftstoff-Luft-Gemisch höher verdichtet werden als bei Benzin. Damit lässt sich ein höherer Wirkungsgrad bei gleichzeitig geringerem Verbrauch erzielen.
Motoren arbeiten leiser
Erdgasoptimierte Motoren arbeiten wesentlich leiser als Dieselmotoren. Da das Erdgas langsam und weich verbrennt, ergibt sich sogar gegenüber Benzinmotoren eine Lärmreduktion. Fast alle Kraftfahrzeuge mit Ottomotoren können theoretisch mit wenigen Veränderungen für den alternativen Betrieb mit CNG umgerüstet werden. Die neue Gasanlage muss freilich in den Typenschein eingetragen werden. Auf bivalenten Betrieb umgerüstete Fahrzeuge können im Erdgasbetrieb einen leichten Leistungsverlust gegenüber Benzinbetrieb aufweisen.
Bei Serienfahrzeugen befinden sich die Tanks immer unter dem Fahrzeugboden. Bei umgerüsteten Fahrzeugen geht allerdings viel Platz im Kofferraum verloren. Drei Flaschen mit 90 Litern Erdgas im Gepäck ermöglichen eine Reichweite von 350 Kilometern.
CNG-betriebene Fahrzeuge gelten laut Crash-Tests als sicher. Bei einem schweren Aufprall sorgen Sicherheitsventile dafür, dass das Gas kontrolliert abgeblasen wird. Da Erdgas leichter als Luft ist und sich schnell verflüchtigt, besteht keine Explosionsgefahr. Dies gilt auch bei extremer Hitzeeinwirkung, wie die Experten betonen. Denn ein Erdgas-Luft-Gemisch explodiert bei rund 700 Grad Celsius, ein Benzin-Luft-Gemisch schon bei rund 370 Grad Celsius.
Das Tankstellennetz umfasst derzeit 122 Stationen. Bis zum Jahr 2010 soll es in Österreich 200 Tankstellen mit Erdgas geben.
Die Anschaffungskosten für ein Serienmodell liegen um 20 bis 30 Prozent über jenen von herkömmlichen Fahrzeugen. Derzeit gibt es knapp 20 serienmäßige Pkw und 10 Nutzfahrzeuge im Angebot. Eine Umrüstung zahlt sich nur bei Neuzulassungen wirklich aus. Denn nur hier lassen sich Förderungen ausnützen. So gibt es durch die Änderung der Normverbrauchsabgabe (Nova) mit 1. Juli 2008 für alternativ betriebene Fahrzeuge einen generellen Bonus von 500 Euro. Auch wird der CO2-Ausstoß in die Berechnung der Nova einbezogen. Zusätzlich wird in Wien noch bis Ende März 2009 der Kauf von Erdgasautos oder das Umrüsten mit 1000 Euro gefördert. Auch die restlichen Bundesländer unterstützen eine Anschaffung.
In den Zeiten steigender Energiepreise kommen manche Leute auf dumme Gedanken. Da werden Autotanks abgezapft oder das Holz aus Nachbars Garten entwendet (wir berichteten). Da staunte ein Eigentümer im Brückental in Sondershausen nicht schlecht, als er am Ende April 2006 sogar Erdöl in seinem Garten fand... Fortsetzung:Jedenfalls eine ölhaltige Substanz in der Nähe seines Gartenzauns. Der großen Freude über immensen Reichtum wich aber bald die Sorge, als er feststellte, dass er nicht etwa über Nacht zum Scheich und Eigentümer einer Ölquelle geworden war, sondern offensichtlich ein Nachbar ein Gemisch aus Mineralöl mit Pflanzenöl über den Zaun gekippt hatte.
Ob es sich um einen Nachbarstreit zwischen Gartenbesitzern oder um eine einfache Art der Entsorgung von Altöl handelte, war nicht sogleich ersichtlich. Jedenfalls wurden Proben genommen und das Ganze von der Polizei und einem Sachverständigen dann näher untersucht. Anlass genug für das Amtsgericht Sondershausen, einen Strafbefehl wegen unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen in Höhe von 500 Euro auf Antrag der Staatsanwaltschaft Mühlhausen zu erlassen. Dem folgten dann der Einspruch und die Verhandlung vor Gericht.
Der Verteidiger des Angeklagten, eines 70jährigen Rentners aus Sondershausen, rügte dabei geschickt die Feststellungen der Polizei. Man habe keine Tatzeugen und zudem an der betreffenden Stelle keine Bodenprobe genommen. Die eigentliche Probe stamme von einer ganz anderen Stelle.
Die Hauptverhandlung vor dem Amtsgericht Sondershausen brachte dann Merkwürdiges zu Tage: Tatsächlich war die entscheidende Bodenprobe nicht genommen worden. Direkte Tatzeugen gab es nicht. Offensichtlich hatte der Rentner zwar etwas über den Zaun geschüttet, nur was es genau war, konnte man nicht mehr feststellen.
Ein Freispruch war dann auf Kosten der Staatskasse die Folge. Das Verfahren ist somit rechtskräftig abgeschlossen. Der Traum vom Ölreichtum in der Kreisstadt nahm damit ein jähes Ende, Unbehagen wegen des eigentlich ungeklärten Falles ist leider geblieben.
Die zur Itzehoer PROKON Unternehmensgruppe gehörende PTN Pflanzenöltechnik Nord GmbH stellt ihr Euro5-Norm konformes Pflanzenöl-Umrüstsystem PTN PROtronic und einen einzigartigen Motorölsensor auf der IAA Hannover vom 25.9. – 2.10.2008 vor.
Die in Itzehoe ansässige PTN – Pflanzenöltechnik Nord GmbH vertreibt mit der PTN PROtronic ein erfolgreiches Umrüstsystem für den Betrieb von Nutzfahrzeugen mit Pflanzenöl. Die PTN PROtronic hat sich bereits bei fast 2.000 Umrüstungen bewährt. Fortsetzung:Das System ist Euro-5-Norm kompatibel. Dies wurde von der technischen Universität Graz geprüft und offiziell zertifiziert. Bei den Tests wurde ein werksneuer Euro-5-LKW im so genannten FIGE Zyklus auf dem Prüfstand gefahren und die Emissionen im Dieselbetrieb gemessen. Anschließend wurde das Fahrzeug mit der PTN-PROtronic ausgestattet und die Emissionen im Betrieb mit Pflanzenöl ermittelt. In diesem Vergleichstest wurden neben dem Vorteil der CO2-Neutralität zum Teil erheblich geringere Ruß- und Schadstoff-Emissionen im Pflanzenölbetrieb festgestellt. Bereits heute investiert PTN in die Weiterentwicklung des Systems, um auch den Anforderungen zukünftiger Abgasnormen gewachsen zu sein.
PTN PROtronic – das System Abhängig von der Temperatur des Pflanzenöls und der Motordrehzahl erfolgt die Umschaltung von Diesel- auf Pflanzenölbetrieb vollautomatisch. Bei der Umrüstung werden nur wenige zusätzliche Komponenten in den vorhandenen Kraftstoffkreislauf integriert. Dabei handelt es sich um bewährte Komponenten aus dem Anlagen- und Fahrzeugbau, die ihre Langzeittauglichkeit zweifelsfrei bewiesen haben. Die allgemeine Betriebs-erlaubnis (ABE) bleibt uneingeschränkt erhalten. Ein einzigartiger Motorölsensor misst kontinuierlich die Qualität des Motoröls und signalisiert, wann ein Ölwechsel erforderlich ist. Dadurch werden die Ölwechselintervalle optimiert und eine besonders hohe Wirtschaftlichkeit der Umrüstung erreicht. Der Motorölsensor ist auch als leicht zu installierender Nachrüstsatz für die Umrüstungssysteme anderer Anbieter erhältlich. Die Entwicklung der PTN PROtronic fand in enger Zusammenarbeit mit den Vereinigten Werkstätten für Pflanzenöltechnologie statt. VWP gehört zu den führenden Spezialisten im Bereich Forschung und Entwicklung im Bereich des Betriebs von Dieselmotoren mit Pflanzenöl.
PTN und PROKON Oil Im Sinne der PROKON-Unternehmensphilosophie, alle Dienstleistungen und Produkte aus einer Hand anzubieten, übernimmt die PROKON Oil GmbH & Co. KG die Versorgung der PTN-Kunden mit hochwertigem Pflanzenöl. Das Pflanzenöl erfüllt mindestens den Qualitätsstandard der V-DIN 51605. Das firmeneigene bundesweite Tankstellennetz ermöglicht den Kunden schnelles und bequemes Tanken an vielen Standorten in Autobahnnähe, an wichtigen Verkehrsknotenpunkten sowie in grenznahen Bereichen. Für den Ausbau seines Tankstellennetzes für Pflanzenöl ist PROKON Oil ständig auf der Suche nach Partnern, die einen Standort für Tankcontainer-Stationen zur Verfügung stellen oder ihre Hoftankstelle für umgerüstete Fahrzeuge öffentlich zugänglich machen können. PROKON Oil freut sich über jedes Angebot und gibt gerne Tipps zur Planung und Umsetzung. Den Verpächtern der Standorte bietet PROKON Oil neben der Pacht auch eine attraktive Umsatzbeteiligung an.
Eigentlich ist die Sache klar: Der 26 Jahre alte Mercedes-Transporter vom Typ T1 601, der noch mit Vergasertechnik arbeitet, hätte nie und nimmer in die Kölner Umweltzone fahren dürfen. Denn die Abgaswerte des auf 100 Kilometer 14 Liter Benzin schluckenden Vehikels reichen nicht einmal mehr für die feuerrote Grenzwertplakette. Nümbrecht - Eigentlich ist die Sache klar: Der 26 Jahre alte Mercedes-Transporter vom Typ T1 601, der noch mit Vergasertechnik arbeitet, hätte nie und nimmer in die Kölner Umweltzone fahren dürfen. Denn die Abgaswerte des auf 100 Kilometer 14 Liter Benzin schluckenden Vehikels reichen nicht einmal mehr für die feuerrote Grenzwertplakette. Das findet der Kreissprecher der Grünen auch völlig in Ordnung, und er begrüßt die Einrichtung einer Umweltzone ausdrücklich. Fortsetzung:Was ihm gegen den Strich geht: Dass seine Investition in die Gasanlage nicht belohnt werden soll: „Ich hatte von Anfang an vor, einen Benzintransporter zu kaufen, den ich für meine Hobbys und für den Transport von Motorradteilen brauche. Denn nur einen Benzinmotor kann ich auf Autogas umrüsten lassen.“
Im April war es soweit, der alte Lieferwagen wurde auf Autogas umgestellt. Und so wird aus dem alten Stinker plötzlich ein Fahrzeug mit exzellenten Umweltwerten. Allein: Das erkennen TÜV und Zulassungsstelle normalerweise nicht an, denn theoretisch könnte ja immer noch Benzin getankt und verbrannt werden. „Das wäre natürlich aus Kosten- und aus Umweltaspekten absolut unsinnig“, meint Bongartz. Der Spritpreis für Autogas ist übrigens nur halb so hoch wie für Benzin - das rechnet sich trotz rund 20 Prozent Mehrverbrauch deutlich. Trotz guter Ökobilanz: Ein solches Fahrzeug wird normalerweise nicht umgeschlüsselt.
Selbst Bongartz alter Studienfreund Boris Palmer konnte ihm nicht weiterhelfen, obwohl der inzwischen immerhin Oberbürgermeister in Tübingen ist. „Das ist Bundessache, da kann ich gar nichts machen“, winkte Palmer ab.
Bongartz gab dennoch nicht auf und schrieb eine Petition an die Stadt Köln, die ihn gleich darauf in den Ausschuss für Anregungen und Beschwerden einlud. Und ihm hier im Juni volle zehn Minuten gab, um sein Anliegen persönlich vorzutragen.
Bongartz bat den TÜV Waldbröl vorab, die Abgaswerte im Gasbetrieb zu messen. Und bekam einen äußerst niedrigen Schadstoffausstoß attestiert. „Das ist zwar kein lupenreines Einzelgutachten, aber besser als nichts“, fand er. Der Kölner Ausschuss sah das ganz genau so: „So ein Auto muss hier fahren dürfen“, beschlossen die Ausschussmitglieder, und baten die Bezirksregierung um Amtshilfe, wie denn nun eine solche Ausnahmegenehmigung gewährt werden könne.
Die Genehmigung der Zulassungsstelle liegt seit September vor, und damit darf das alte Töfftöff in der Kölner Umweltzone nun auch Gas geben. Wenn das amtliche Papier in der Windschutzscheibe des T1 erkennbar ist.
Eine echte grüne Plakette gibt es zwar bislang noch nicht - aber Bongartz kämpft weiter: „Der Regierungspräsident hat den Vorgang inzwischen nach Berlin weitergeleitet.“ Und hier will Bongartz auf Bundesebene eine Ausnahme für alle Autogas-Fahrer erstreiten.
Unter dem Motto "Clevertanker mit Autogas" startet Chevrolet Deutschland in die letzten Monate des Jahres und bietet den Kunden beim Erwerb eines Aktionsmodells (Matiz, Aveo, Lacetti, Nubira, Epica oder Captiva) die Autogas-Anlage ohne Aufpreis dazu. Fortsetzung:Der Kunde spart beim neuesten Chevrolet-Coup gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen muss er keine Kosten für den Einbau der Autogas-Anlage übernehmen. Zum anderen schlägt sich die Wahl von Flüssiggas als Antriebsalternative bei jedem Tankstopp positiv im Portemonnaie nieder – mit durchschnittlich nur 71 Cent pro Liter liegen die Kraftstoffkosten um rund 50% niedriger als bei Benzin. Bis 2018 bleibt LPG (Liquified Petroleum Gas) vom Gesetzgeber steuerlich begünstigt. Umgerechnet auf 10 Jahre lassen sich so beispielsweise mit dem familienfreundlichen SUV Chevrolet Captiva bis zu 10.800 Euro einsparen.
Nicht nur der Geldbeutel, auch die Natur wird es den Autofahrern danken. Die Emissionen sinken mit Autogas um bis zu 80% – schlagkräftiges Argument in der CO2-Diskussion. Über die Verfügbarkeit der umweltfreundlichen Kraftstoffalternative müssen sich die Besitzer eines LPG-Fahrzeugs indes keine Gedanken machen. Schon heute ist das Tankstellennetz für Flüssiggas komfortabel ausgebaut, bis Ende 2008 finden sich deutschlandweit über 4.000 Zapfsäulen. Und für den Notfall: Der serienmäßige Benzintank bleibt erhalten.
Die Kunden nehmen dieses attraktive Angebot verstärkt wahr: In den ersten 7 Monaten des Jahres 2008 verzeichnete Chevrolet 1.026 Neuzulassungen mit LPG-Antrieb – laut VDIK (Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller e.V.) Spitzenreiter in Deutschland. Bereits jeder zehnte verkaufte Chevrolet fährt hierzulande mit Flüssiggas.
Poel-Tec Die Pflanzenoel Auto Informationsseite Stand:
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