Moderne Motoren brauchen im Stand nicht warmzulaufen. Warmlaufenlassen im Leerlauf ist kontraproduktiv, da unter Last die Betriebstemperatur wesentlich schneller erreicht wird. Ausnahmen sind Lkw, bei denen der Vorratsbehaelter der Druckluftbremsanlage meist vor Fahrtbeginn aufgefuellt werden muss, um die Bremsen zu loesen. Dies bedarf jedoch nur weniger Minuten.
Ein hoher Reifendruck (Obergrenze der Reifenherstellerempfehlung) vermindert den Rollwiderstand. Die von den Reifenherstellern angegebenen Obergrenzen liegen oft weit ueber den von den Fahrzeugherstellern empfohlenen Druecken. Die niedrigere Empfehlung der Fahrzeughersteller erklaert sich aus deren Bestreben, durch einen geringeren Reifendruck den Fahrkomfort zu verbessern, sowie die Lebensdauer des Fahrwerks sicherzustellen. Der uebliche Reifenluftdruck von 2...3 bar bei Pkw, Notrad (4,4 bar), liegt weit unter dem von Lkw (8,5 bar) und weit unter dem Platzdruck (10 bar).
Man kann oftmals den von PKW-Herstellern angegebenen Luftdruck um 0,3 oder 0,4 bar hoeher waehlen. Jedoch nicht zu hoch, um die Reifenaufstandsflaeche nicht zu verkleinern und den mittigen Reifenverschleiss nicht zu erhoehen.
Auch verringerte Zuladung reduziert den Rollwiderstand und hilft den Energieverbrauch zu senken. Man rechnet ueberschlaegig mit einem Mehrverbrauch von 0,6 l je 100 kg Zuladung.
Der Luftwiderstand wirkt sich vor allem bei Fahrten mit erhoehtem Tempo ausserhalb von Ortschaften ganz erheblich auf den Energieverbrauch aus. Die vom Motor aufzubringende Leistung zur ueberwindung des Luftwiderstands ist in der dritten Potenz geschwindigkeitsabhaengig. Eine Verdoppelung der Geschwindigkeit bedeutet eine Verachtfachung des Energieverbrauches zur ueberwindung des Luftwiderstandes.
Oder, ein realitaetsnahes Beispiel: statt Tempo 120 auf der Autobahn 180 zu fahren, ist eine Geschwindigkeitserhoehung um 50%. Der Spritverbrauch hingegen ist ca. doppelt so hoch! (bei gleichem zurueckgelegten Weg)
Der Luftwiderstand erhoeht sich drastisch beim Einsatz von Dachgepaecktraegern. Der Kraftstoffverbrauch laesst sich senken, indem sie demontiert werden, und auch durch Vermeidung hoher Geschwindigkeiten mit Dachtraegern. Auch das Fahren mit geoeffneten Fenstern wirkt sich wegen der hierbei entstehenden Turbulenzen unguenstig auf den Luftwiderstand - etwa 5 % hoeher - und damit auf den Energieverbrauch aus. Offene Cabrio-Daecher (und Schiebedaecher) sind daher auch spritverbrauchs-treibend, wegen hoeherer Turbulenzen.
Bei kontinuierlichem Fahren ohne Bremsen und Anfahren (zum Beispiel auf der Autobahn) ist hauptsaechlich der Luftwiderstand (ueberwiegt ab ca. 80 km/h) und der Rollwiderstand fuer den Kraftstoffverbrauch entscheidend.
Einen Motor hoch auszudrehen schadet immer in der Wirtschaftlichkeit. Es empfiehlt sich, im Bereich der Drehzahl des hoechsten Motordrehmoments zu fahren, da dort der spezifische Kraftstoff-Verbrauch von Hubkolbenmotoren am niedrigsten liegt. Bei Schaltgetriebe-Fahrzeugen sollte man durchaus ab niedrigen Drehzahlen Vollgas geben zur Beschleunigung, jedoch bei machbarer Anschlussdrehzahl frueh in den naechsthoeheren Gang schalten.
Ein Beispiel: ein Turbodiesel hat sein hoechstes Drehmoment bei ca. 1.600 U/min. Man kann ihn bis ca. 2.000 U/min hochbeschleunigen, dann schalten, und sollte mit ca. 1.400 U/min im naechsten Gang wieder guten Anschluss zum Weiterbeschleunigen haben.
Insbesondere Dieselmotoren "danken" das Ausdrehen in hohe Drehzahlen mit merklich hoeherem Spritverbrauch.
Eine Fahrweise, die kaum Bremsen erfordert (vorausschauendes Fahren), benoetigt auch weniger Energie zum Beschleunigen.
Beim Anfahren ist die energiesparendste Variante, stark zu Beschleunigen und bei moeglichst geringen Drehzahlen schon in den naechsthoeheren Gang zu schalten. Wenn eine konstante Geschwindigkeit gehalten werden soll, sollte in einem moeglichst hohen Gang mit moeglichst geringer Drehzahl gefahren werden. (Dies beschraenkt sich auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor und Schaltgetriebe).
Bei Fahrten mit regelmaessigen Anfahren und Bremsen (z.B. Stadtverkehr) spielt die notwendige Energie zur ueberwindung des Rollwiderstands und der Traegheit der Fahrzeugmasse eine grosse Rolle, da die benoetigte Energie quadratisch zur Geschwindigkeit und proportional zum Fahrzeuggewicht waechst. Beispielsweise benoetigt ein Beschleunigen von 0 auf 55 km/h 49,3% mehr Energie als ein Beschleunigen von 0 auf 45 km/h.
Bei allen modernen Fahrzeugen kommt eine so genannte Schubabschaltung zum Einsatz. Wenn kein Gas gegeben wird, unterbindet sie die Kraftstoffzufuhr solange bis eine gewisse Mindestmotordrehzahl erreicht ist. Bei ausgekuppeltem Motor laeuft dieser im Leerlauf und verbraucht Kraftstoff, auch wenn das Fahrzeug nur rollt. Bleibt der Motor eingekuppelt, wird er vom Fahrzeug "geschoben". Ein weiterer Effekt ist eine Bremswirkung, die so genannte Motorbremse.
An Ampeln lohnt sich auch das kuerzeste Abstellen des Motors - bereits ab 3 Sekunden. Untersuchungen haben gezeigt, dass selbst staendiges Anlassen und Abstellen des betriebswarmen Motors weniger Benzin verbraucht als in der gleichen Zeit im Leerlauf verbraucht wird. Durch das Abstellen des Motors traegt man darueberhinaus zu einer Verminderung der verkehrsbedingten Laerm- und Schadstoffemissionen bei. ueblicherweise wird empfohlen, den Motor abzustellen, wenn abzusehen ist, dass das Fahrzeug laenger als etwa 20 s steht. Der oft vernommene Einwand, dass der Anlasser darunter leiden koennte, beruecksichtigt dessen Auslegung von etwa 1 Million Startvorgaengen nicht. Beachtet werden muss hierbei allerdings der Ladezustand der Batterie, da der Anlasser einen sehr hohen Strom benoetigt.
Oft ist es auch moeglich, den Motor bereits hunderte von Metern vor dem Anhalten abzuschalten, wenn man etwa auf eine Ampel zurollt, die gerade auf "Rot" springt. Dies sollte man allerdings nur tun, wenn man sein Fahrzeug genau kennt, da bei abgeschaltetem Motor z.B. der Bremskraftverstaerker und die Servolenkung nicht mehr wie gewohnt funktionieren und sich die Fahreigenschaften aendern.
Auch die Energie fuer im Auto betriebene Verbraucher wird durch den Verbrennungsmotor erzeugt und wirkt sich damit auf den Kraftstoffverbrauch aus. Die groessten durch den Fahrer steuerbaren Verbraucher sind:
• Klimaanlage (zwischen 0,5 ... 2,5 l pro Stunde Mehrverbrauch je nach Hersteller)
• Licht (etwa 0,1 l Mehrverbrauch)
• Heckscheibenheizung (etwa 0,1 l Mehrverbrauch)
• elektrische Verbraucher (Musikanlage, Kuehlbox usw.)
Lassen SIe doch die Tankstellen Aral, BayWa, Shell, Esso, BP, Total, OMV, JET, Orlen, Westfalen, AVIA, Agip, Fina, Elf, Sprint, Q8 und Minol einfach links liegen!