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Biokraftstoffe & Alternative Energie - Pflanzenoel Bioethanol Umruesten und Tankstellen



 

 

Pflanzenoeltaugliche Motoren Umruestung

Die Wirtschaftlichkeit von Pflanzenoel als Kraftstoff.

Vorbemerkung zur Wirtschaftlichkeit.

Was kostet der Umbau von Diesel auf Pflanzenoel?

Die Wirtschaftlichkeit von Pflanzenoel als Kraftstoff gegenueber Diesel als Kraftstoff ist umso besser,

  • je teuerer Dieselkraftstoff ist.
  • je billiger Pflanzenoel ist.
  • je mehr Kilometer das Fahrzeug im Jahr faehrt.
  • je hoeher der fahrstreckenbezogen Kraftstoffverbrauch des Fahrzeugs ist.
  • je billiger der Umbau des Fahrzeugs auf Pflanzenoelbetrieb ist.
Abgesehen von den Kosten muss das Fahrzeug auch nach dem Umbau auf Pflanzenoelbetrieb zuverlaessig laufen.

Die Wirtschaftlichkeit

Preisstand vom 9. September 2002.

Fuer den Endnutzer besteht der wirtschaftliche Vorteil darin, dass Pflanzenoel etwa 59 Cent einschliesslich 7% Mehrwertsteuer (=Steuersatz fuer Nahrungsmittel) kostet, und Dieselkraftstoff etwa 82 Cent je Liter einschliesslich 16% Mehrwertsteuer (und ausserdem Mineraloelsteuer).
Die Ersparnis betraegt etwa 23 Cent je Liter einschliesslich Mehrwertsteuer, und etwa 15,5 Cent ohne die Mehrwertsteuer (man beachte, dass einmal 7% und einmal 16% Mehrwertsteuer erhoben werden).

Preisstand vom 28. April 2003.

Fuer den Endnutzer besteht der wirtschaftliche Vorteil darin, dass Pflanzenoel etwa 66 Cent einschliesslich 7% Mehrwertsteuer (=Steuersatz fuer Nahrungsmittel) kostet, und Dieselkraftstoff etwa 88 Cent je Liter einschliesslich 16% Mehrwertsteuer (und ausserdem Mineraloelsteuer).
Die Ersparnis betraegt etwa 23 Cent je Liter einschliesslich Mehrwertsteuer, und etwa 15,5 Cent ohne die Mehrwertsteuer (man beachte, dass einmal 7% und einmal 16% Mehrwertsteuer erhoben werden).

Preisstand vom 12. April 2006

Fuer den Endnutzer besteht der wirtschaftliche Vorteil darin, dass Pflanzenoel etwa 75 Cent einschliesslich 7% Mehrwertsteuer (=Steuersatz fuer Nahrungsmittel) kostet, und Dieselkraftstoff etwa 1,10 Cent je Liter einschliesslich 16% Mehrwertsteuer (und ausserdem Mineraloelsteuer).
Die Ersparnis betraegt etwa 35 Cent je Liter einschliesslich Mehrwertsteuer, und etwa 25,5 Cent ohne die Mehrwertsteuer (man beachte, dass einmal 7% und einmal 16% Mehrwertsteuer erhoben werden).

Preisstand vom 15. Maerz 2007

Fuer den Endnutzer besteht der wirtschaftliche Vorteil darin, dass Pflanzenoel etwa 75 Cent einschliesslich 7% Mehrwertsteuer (=Steuersatz fuer Nahrungsmittel) kostet, und Dieselkraftstoff etwa 1,10 Cent je Liter einschliesslich 16% Mehrwertsteuer (und ausserdem Mineraloelsteuer).
Die Ersparnis betraegt etwa 35 Cent je Liter einschliesslich Mehrwertsteuer, und etwa 25,5 Cent ohne die Mehrwertsteuer (man beachte, dass einmal 7% und einmal 16% Mehrwertsteuer erhoben werden).

Die Wirtschaftlichkeit beruht ausschliesslich darauf, dass Diesel sehr viel staerker besteuert wird als Pflanzenoel.

Die Gruende fuer den wirtschaftlichen Vorteil sind somit rein politisch bedingt und koennen recht schnell wieder wegfallen.
Es ist ratsam, hauptsaechlich kurzfristig nutzbare Loesungen anzustreben, die sich auch schnell bezahlt machen, denn wenn die Steuerbefreiung wegfaellt, dann ist es mit der Wirtschaftlichkeit der Pflanzenkraftstoffe vorbei.
Zur Zeit ist es so, dass die Steuerbefreiung fuer Pflanzenkraftstoffe bis zum Jahr 2007 gesetzlich gesichert erscheint.

Insbesondere fuer die Landwirtschaft besteht ein sehr grosser Anreiz darin, dass der Absatzmarkt fuer landwirtschaftliche Erzeugnisse, der urspruenglich hautpsaechlich den Bereich Nahrungs- und Futtermittel umfasst, auf den vielfach groesseren Marktbereich Treibstoffe und Brennstoffe erweitert wird.
Somit koennen landwirtschaftliche ueberschuesse beseitigt werden und es wird verhindert, dass die Preise fuer landwirtschaftliche Erzeugnisse ins Bodenlose sinken koennen.

Auch die an der Wertschoepfungskette beteiligten Firmen haben einen wirtschaftlichen Vorteil an der Nutzung von Pflanzenoel als Kraftstoff.
Dazu zaehlen oelmuehlen, Ausruester von oelmuehlen, Pflanzenoeltankstellenbetreiber, Fahrzeugumruester, die Dieselfahrzeuge auf Pflanzenoelbetrieb umruesten, Hersteller und Haendler fuer dafuer notwendige Ausruestungsteile. Saatguterzeuger, Hersteller und Haendler von Pflanzenschutzmitteln und Duenger. Hersteller und Haendler von Landmaschinen.

Einen Vorteil haben auch die Gemeinden und Landkreise, in denen Raps angebaut wird und in denen die oben genannten Nutzniesser der Pflanzenoeltechnik sitzen. Denn das dort verdiente Geld bleibt zum Grossteil im oertlichen Umlauf. Es muss nicht in ferne Gebiete fuer Erdoeleinfuhren ausgegeben werden.

Die oertliche Versorgungssicherheit erhoeht sich, wenn der Kraftstoff in raeumlicher Naehe oder sogar im eigenen Betrieb erzeugt wird.

Wirtschaftliche Nachteile haben die Erdoelfirmen, welche Umsatz verlieren, wenn auch vorerst nur im kleinen Promille- und Prozentbereich.
Wirtschaftliche Nachteile hat auch der Staat, welcher mit jedem Liter Pflanzenoel als Kraftstoff diejenige Steuermenge verliert, die er ansonsten beim Dieselkraftstoff als Mineraloelsteuer (und zusaetzlich als hoehere Mehrwertsteuer und als sonstige Abgaben) einnehmen wuerde.

So wird das Pflanzenoel, wenn es neu und verstaerkt in den Energiemarkt eintritt, von den verschiedenen Marktteilnehmern unterschiedlich begruesst werden.

Die Wirtschaftlichkeit - Erzielung niedriger Kosten. .

Niedrige Kosten sind zwingende Voraussetzung, um einen Gewinn zu erzielen.
Es sind vielerlei Gesichtspunkte zu beachten.

1.
Sehr viele Erfahrungswerte und sehr viel private Forschungsarbeit werden von Privatbastlern gemacht und, das ist aeusserst wichtig, ueber das Weltnetz oeffentlich zugaenglich gemacht.
Siehe zum Beispiel unter: http://www.fmso.de
Damit fallen fuer die Nachfolger keine Kosten an, und sie koennen Moeglichkeiten und Nachteile der Pflanzenoeltreibstoffe schon im vornherein einschaetzen.
Hier haben wir Erfahrungswerte von Dutzenden, Hunderten, wahrscheinlich tausenden Fahrzeugen ueber Jahre hinweg.
Die Moeglicheit des Weltnetzes, Erfahrungen, Berichte, Bilder zu speichern und oeffentllich zu machen, trifft sich mit dem Wunsch der Privatbastler, anderen zu helfen und Ihre Erfahrungen weiterzugeben.

2.
Fuer Selbstumruester gibt es eine ganze Reihe von Bezugsquellen, bei denen er die benoetigen Teile und teilweise auch die Kenntnisse einkaufen kann.
Durch Selbstumbau kann man einen Grossteil an Kosten einsparen.
Bezugsquellen siehe Salatoel-Inhaltsverzeichnis.

3.
Je mehr Kilometer gefahren werden, desto mehr Geld wird pro Jahr gespart.

4.
Es ist auch moeglich, ganz ohne Umbaumassnahmen auszukommen:
Gewisse aeltere Mercedesmotore vertragen das, solange sie hauptsaechlich im Langstreckenbetrieb eingesetzt werden.

5.
Wenn man nicht 100% Pflanzenoel faehrt, sondern nur 20% oder 30% oder 50% oder 80%, und den Rest Diesel, dann braucht man ebenfalls keinen Fahrzeugumbau.
Man hat somit ueberhaupt keine Kosten und spart ab dem ersten Tag Geld, an dem man Pflanzenoel anstelle von Dieselkraftstoff einsetzt.

Unter Kosten-Nutzen-Gesichtspunkten gesehen ist dies eine sehr gute Loesung.
Auch dann, wenn sich jemand erst an die Nutzung des Pflanzenoels als Kraftstoff herantasten will, ist dies eine gute Loesung.

Oder dann, wenn die Fahrzeuge nur geleast sind und man keine grossen Umbauten machen moechte, weil die Fahrzeuge nach kurzer Zeit wieder zurueckgegeben werden.
Gerade fuer die Kleintransporter, die im Langstreckenbetrieb eingesetzt sind, kann dies eine besonders guenstige Loesung sein.
Hier wird schon immer mit ganz kleinen Gewinnspannen gerechnet. Wenn monatlich 10.000km gefahren werden mit 1200 Liter Kraftstoffverbrauch, bei dem 600 Liter Diesel durch Pflanzenoel ersetzt werden, dann werden 90 Euro monatlich gespart, ohne dass Kosten anfallen. Das ist durchaus ein gewichtiger Geldbetrag.
Zugleich aber sieht man daran, dass auch bei Pflanzenoelkraftstoffen die Baeume nicht in den Himmel wachsen, dass wir mit kleinen Zahlen und mit spitzem Bleistift rechnen muessen.

Oder dann, wenn das Fahrzeug schon alt ist und man keine grossen Geldbetraege hineinstecken moechte. (Hinweis dazu: Man kann bei Fahrzeugwechsel die Umruestteile wieder ausbauen, das kostet nur etwas Arbeit, aber man hat seine Teile wieder und kann sie ins naechste Fahrzeug einbauen).

6.
Pflanzenoel hat keine Wasserschutzauflagen und man kann eine Tankstelle fast ohne Auflagen und Kosten einrichten. Auch das traegt zur Kostensenkung bei.
Man kann einen oder mehrere Kunststoff-1000-Liter Behaelter verwenden und eine Pumpe mit Schlauch und Zapfhahn, das ist alles. Die Behaelter werden, gebraucht, aber sauber, fuer etwa 50-80 Euro gehandelt. Das ist sehr billig, verglichen mit einer Diesel-Tankstelle.

Die Wirtschaftlichkeit - Beispiele fuer Umbaukosten.

Es gibt eine grosse Preisspanne bei den Umbaukosten.
Ein Umbau bei einem gewerblichen Umruester kostet zwischen 1.500,- und 6.000,-Euro.

Wenn man ohne Umbau einfach so mit einer Mischung aus Diesel und Rapsoel faehrt, dann kostet es gar nichts.
Wenn man ohne Umbau faehrt, dann sollte man sich auf guenstige Betriebsbedingungen beschraenken:
Wenig Kaltstarts, wenig Teillastbetrieb des Motors, keine niedrigen Aussentemperaturen (denn dann wird das Rapsoel sehr dickfluessig).

Ein einfaches Hilfsmittel ist ein Waermeuebertraeger, der die Waerme vom Kuehlwasser auf das Rapsoel uebertraegt, sodass dieses auf etwa 70 Grad Celcius erhitzt wird und somit duennfluessig wird. Ein solcher Waermeuebertraeger kostet etwa 80 Euro und dazu noch die Kosten fuer die Verschlauchung und fuer die Arbeitszeit fuer den Einbau.

Ein weiteres einfaches Hilfsmittel ist die elektrische Vorheizung des Kuehlwassers.
Damit werden Kaltstarts vermieden, der Motor wird geschont.
Dies ist nicht nur bei Pflanzenoel-Kraftstoff vorteilhaft, sondern bei jedem Kraftstoff.
Die Vermeidung von Kaltstarts durch elektrische Motorkuehlwasser-Vorheizung macht sich immer bezahlt.
Die Einrichtung kostet etwa 110 Euro und dazu noch die Kosten fuer den Einbau.

Man kann auch mehrere Dinge zugleich anwenden, dazu noch einige ueberwachungseinrichtungen und Anzeigen einbauen.
Dann kommt man auf Kosten von 500,- bis 1000,- Euro je Fahrzeug und dazu noch die Kosten fuer den Einbau.

Quelle: wiki/agriserve

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